23. Oktober 2013

Chinesische Schule zwingt Schülerinnen zu hautfarbener Unterwäsche

Punktabzug für farbige Unterwäsche.

Klingt komisch, ist in einer Schule in der südchinesischen Provinz Guangdong aber Realität. Die Schulleitung hat bestimmt, dass Schülerinnen nur noch hautfarbene BHs und Slips tragen dürfen. Wer dagegen verstößt, muss mit Punkteabzug bei der Gesamtbenotung rechnen - zwei Punkte für schwarze BHs, drei Punkte für Spitzenwäsche und sogar vier Punkte für Leo-Print. Den Schüler zufolge gibt es auch regelmäßige Kontrollen.

Die Schulleitung rechtfertigt die neue Regel als Schutz der Schülerinnen - sie seien schließlich noch in der Pubertät, da gehöre sich aufreizende Unterwäsche einfach nicht. Außerdem seien die Schuluniformen an der Schule leider etwas durchsichtig.

In China gibt es derzeit eine große Diskussion um die Sexualität von Jugendlichen. Während fortschrittliche Schulen erstmals Aufklärungsunterricht und psychologische Betreuungsstellen einrichten, betrachten andere Schulen die Pubertät als zu große Ablenkung fürs Lernen. Auf manchen Schulhöfen müssen Paare deshalb auch einen Sicherheitsabstand voneinander wahren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)