23. Oktober 2013
Ab heute wird ein neuer Anlauf zum Schutz der Antarktis gemacht.
Im australischen Hobart verhandeln Vertreter aus 24 Ländern und der EU über die Einrichtung riesiger Meeresschutzgebiete am Südpol. Der Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis liegen zwei Vorschläge vor. Beide wollen den Fischfang in großen Gebieten verbieten: Die EU und Australien wollen ein Schutzgebiet von 1,6 Millionen Quadratkilometern im Indischen Ozean. Die USA und Neuseeland sind für einen Schutzraum von 1,25 Millionen Quadratkilometern auf der Pazifikseite der Antarktis.
Der Vorstandssekretär der Kommission rechnet damit, dass an beiden Vorschlägen noch Änderungen vorgenommen werden. Er hofft, dass zumindest ein Vorschlag angenommen werde. Die Größe der Meeresgebiete und die Dauer ihres Schutzes seien vorerst noch Verhandlungsmasse. Bei einem Beschluss gilt das Prinzip der Einstimmigkeit.
Bei einer Konferenz im Juli hatte die russische Delegation die Initiative blockiert. Vor dem jetzigen Teffen kamen positivere Signale aus Moskau, die Abstimmung gilt aber als offen. Das Treffen in Hobart geht bis zum 1. November.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)