23. Oktober 2013

Kuckuckskinder gibt es offenbar weniger als gedacht

Dass Frauen ihren Partnern häufig ein sogenanntes "Kuckuckskind" unterschieben, grenzt wohl an eine Legende.

Belgische Wissenschaftler sagen, dass Studien, die davon ausgehen, dass acht bis 30 Prozent aller Kinder nicht vom angegebenen Vater sind, wahrscheinlich falsch sind. Für ihre Studie haben die Forscher die genetische Verwandtschaft von 60 Belgiern überprüft, deren angebliche väterliche Ahnenreihe in Familienstammbäumen lückenlos über einige Generationen zurück dokumentiert war. Laut der Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" verglichen sie dabei die Y-Chromosom-Sequenzen der Teilnehmer. Diese werden vom Vater auf den Sohn vererbt und verändern sich erst nach mehreren Generationen deutlich.

Dabei fanden sie heraus, das nur 0,91 Prozent aller Kinder in einer Generation ein Kuckuckskind waren.

Im Übrigen sagen die Wissenschaftler, dass ihre Ergebnisse auch für Zeiten gelten, in denen es moderne Verhütungsmittel noch nicht gab.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)