23. Oktober 2013
Immer der Nase nach suchen sich Nachtfalter Pflanzen aus, um sie zu bestäuben.
Die senden nämlich spezielle Duftstoffe aus, die die Tiere anlocken. Normalerweise duften männliche und weibliche Pflanzen gleich. Doch nun haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Gewächse der tropischen Phyllanthaceae-Familie je nach Geschlecht unterschiedlich duften. Mit dieser Eigenschaft steuern sie das Verhalten einer Nachtfalter-Gattung.
Die Nachtfalter legen ihre Eier in den weiblichen Pflanzen dieser Familie ab. So kann sich ihr Nachwuchs später von den Pflanzensamen ernähren. Das Problem für die Pflanze ist, dass sie dabei nicht bestäubt wird. Denn dazu müsste der Nachtfalter zunächst den Pollen einer männlichen Pflanze aufnehmen und damit zur weiblichen fliegen. Um die Tiere also zu sich zu locken, senden die männlichen Pflanzen einen Duft aus, der weibliche Nachtfalter anzieht, schreiben die Forscher im Journal Proceedings of the Royal Society B. So angelockt, nehmen die Nachtfalter zunächst den Pollen auf bevor sie zu den weiblichen Pflanzen fliegen, wo sie ihre Eier legen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)