24. Oktober 2013

Ausbeutung nur mit Ausbildung: Condé Nast nimmt keine Praktikanten mehr

Vielleicht ist das der Anfang vom Ende der unbezahlten "Generation Praktikum":

Der US-Verlag Condé Nast wird einem unbestätigten Bericht des "Guardian" zufolge keine Praktikanten mehr beschäftigen. Der Grund für den Sinneswandel: Gegen den Verlag liegen Klagen von zwei Ex-Praktikanten vor, die sich ausgebeutet fühlten. Sie hätten pro Stunde weniger als einen Dollar erhalten und täglich bis zu 14 Stunden gearbeitet.

Grundsätzlich sind solche Arbeitsverhältnisse laut US-Recht ok, sogar wenn sie nicht oder eben schlecht bezahlt werden. Problematisch wird es aber, wenn die Hospitanten normal entlohnte Kräfte ersetzen. Oder wenn sie keinen Nutzen aus dem Praktikum ziehen, weil sie zum Beispiel stupide Arbeiten verrichten müssen. Bei den beiden Condé Nast-Praktikanten ist das aus Sicht ihrer Anwälte der Fall.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)