24. Oktober 2013
Betrüger sind erfinderisch.
Das zeigt sich jetzt wieder. Kriminelle haben sich nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" eine neue Methode ausgedacht, um beim Online-Banking zuzuschlagen. Es geht um das sogenannte mTan-Verfahren. Dabei werden Überweisungen am Computer in Auftrag gegeben, die Tan-Nummer wird danach auf das Handy des Kunden geschickt. Wenn der Nutzer die Überweisung mit der Nummer bestätigt hat, transferiert die Bank das Geld.
Eigentlich sollte dieses relativ neue Verfahren das Online-Banking sicherer machen. Betrüger haben aber doch einen Weg gefunden, um an das Geld zu kommen. Sie hackten den Computer der Bankkunden und verschafften sich so das Passwort für das Online-Banking. Danach besorgten sie sich eine SIM-Karte und ließen die Nummer des Kunden auf ihr eigenes Handy umleiten. So bekamen die Betrüger alle SMS des Kunden - auch die mit der mTan-Nummer.
Die Bankverbände raten, die Handyrechnung nicht auf dem Computer zu speichern, um sich vor solchen Betrugsfällen zu schützen. Die Telekom verschickt als Reaktion darauf nur noch SIM-Karten an bekannte Kundenadressen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)