25. Oktober 2013
In unserer Rubrik Rückspiegel" verbinden wir diesmal Politik mit Musik.
Heute vor 30 Jahren, also am 25. Oktober 1983, ist Udo Lindenberg zum ersten Mal in der DDR aufgetreten - genauer gesagt im Palast der Republik. Dort fand eine FDJ-Veranstaltung gegen den NATO-Doppelbeschluss statt. Der sah die Stationierung weiterer atomarer Mittelstreckenraketen in der BRD vor. Die SED wollte Lindenberg für ihre Propaganda dagegen nutzen, schließlich setzte er sich für die Friedensbewegung ein.
Doch der selbsternannte Panikrocker tanzte aus der Reihe. Nach vier Songs verkündete Lindenberg - Zitat: "In der BRD und in der DDR - nirgendwo wollen wir auch nur eine Rakete sehen." Ganz klar ein Statement auch gegen sowjetische Waffen auf deutschem Boden. Und obwohl Lindenberg wie üblich stark nuschelte, verstanden die Genossen - und waren so verärgert, dass sie Lindenbergs geplante DDR-Tournee untersagten.
Über Lindenberg waren sie auch schon vor dem Konzert etwas erbost. Er hatte sich mit seinem Song Sonderzug nach Pankow über die DDR-Führung lustig gemacht. Bei dem Konzert am 25. Oktober durfte er ihn dann auch nicht spielen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)