25. Oktober 2013

Schmerzforschung: Maus frisst giftigen Skorpion, ohne mit der Wimper zu zucken

Was für Menschen und andere Tiere außerordentlich schmerzhaft ist, lässt diese Maus kalt.

Die Grashüpfermaus lebt in den Wüsten zwischen den US-Bundesstaaten Nevada und Mexiko. Sie verputzt den äußerst giftigen Arizona-Borkenskorpion, ohne mit der Wimper zu zucken. Wird sie dabei gestochen, leckt sie sich nur kurz an der betroffenen Stelle. Das wars.

US-Wissenschaftlern haben die nur zehn Zentimeter kleinen Mäuse jetzt im Labor untersucht. Im Fachmagazin "Science" schreiben sie, dass die Nervenzellen, die normalerweise von dem toxischen Gift des Skorpions aktiviert werden, bei der Grashüpfermaus kaum eine Reaktion zeigten. Offenbar sorgt eine spezielle Aminosäurensequenz in einem Nervenkanal der Maus dafür, dass das Schmerzsignal gar nicht erst an das Gehirn gesendet wird. Dadurch würden die Mäuse kurzfristig auch gegen alle anderen Schmerzen unempfindlich.

Die Ergebnisse könnten, so die Forscher, auch für den Menschen, die Schmerzforschung und die Entwicklung neuer Medikamente bedeutsam werden.

http://www.sciencemag.org/content/342/6157/441.abstract?sid=4e0a11ec-6a6a-458e-b626-a9231097264c

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)