25. Oktober 2013
Ein Mammutbaum kann mehrere tausend Jahre alt werden - ein stattliches Alter, das bei Pflanzen aber durchaus mal vorkommt.
Für ein Tier dagegen ist ein so langes Leben die absolute Seltenheit. Aber warum gibt es so viel mehr greise Pflanzen als Tiere? Eine mögliche Antwort präsentieren belgische Wissenschaftler. In einer Online-Vorab-Version ihrer Studie im "Science Express" schreiben sie, womöglich sei das Back-Up-System für das Erbgut der Pflanzen besser. In deren Wurzeln gibt es dafür so genannte Stamm- und rundherum Organisationszellen. Die Stammzellen treiben das Wachstum der Pflanze an. Die Organisationszellen sind unter anderem dazu da, kaputte Stammzellen zu ersetzen. Für ein langes Leben ist es besonders wichtig, dass Fehler in der DNA behoben werden.
Bei dem Prozess spielt laut den Biologen ein bisher unbekanntes Protein eine große Rolle. Es aktiviert die Organisationszellen, falls es Reparaturarbeiten gibt, lässt sie aber schlafen, wenn sie nicht gebraucht werden. Bei Tieren sei dieses Zusammenspiel weniger perfekt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)