25. Oktober 2013

Pharmaunternehmen ruft Insulinspritzen zurück

Diabetiker in Deutschland sollten noch einmal einen ganz genauen Blick auf ihre Medikamentenschachteln werfen.

Die Arzneimittelzulassungsbehörde warnt vor mehreren Chargen des Insulin-Sticks "Novo Mix 30 FlexPen". Die Fertigspritzen enthalten demnach in sehr seltenen Fällen nicht die vorgesehene Dosis Insulin, bis zur Hälfte weniger oder mehr. Diabetiker benutzen die Spritzen meistens vor dem Essen, um einen zu hohen Blutzuckerspiegel zu senken. Zuviel oder zuwenig Insulin kann zu Über- oder Unterzucker führen - das kann im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein. Laut der Arzneimittelbehörde sind drei Chargen betroffen, insgesamt sollen etwa 1.000 Spritzen in Deutschland fehlerhaft sein, in Europa sogar mehr als 400.000 - in Deutschland verwenden hunderttausende Menschen den Insulin-Stick.

Ein Sprecher des dänischen Pharmakonzerns Novo Nordisk sagte, man bedauere den Vorfall. Es gab offenbar Probleme bei der Befüllung der Spritzen. Diabetikern wird geraten, die Chargennummern auf den Verpackungen zu überprüfen.

Hier geht's zu weiteren Informationen der Zulassungsbehörde BfArM.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)