28. Oktober 2013
In unserer Rubrik "Spruchreif" geht es passend zum Tagesthema "Massage" um Hände. Der griechische Philosoph Anaxagoras soll einmal gesagt haben:
"Der Mensch ist das klügste aller Wesen, weil er Hände hat."
Anaxagoras' Werk ist vor allem durch Aufzeichnungen von Aristoteles erhalten geblieben, der etwa ein Jahrhundert nach ihm gelebt hat. Allerdings widerspricht Aristoteles der Ansicht, dass der Mensch wegen seiner Hände am klügsten ist. Ihm zufolge haben die Menschen Hände, eben weil sie die klügsten Lebewesen sind. Denn Hände seien ein Werkzeug, und die Natur weise jedes Ding immer demjenigen zu, der es gebrauchen kann, meinte Aristoteles. Ihn beschäftigte also der Zweck oder das Ziel der menschlichen Hände. Die modernen Naturwissenschaften würden dagegen eher nach der Wirkung fragen - ähnlich wie Anaxagoras.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)