28. Oktober 2013
Die spanische und griechische Jugendarbeitslosigkeit hat auch mit einer Über-Akademisierung zu tun.
Dieser Ansicht ist Klaus von Dohnanyi, der Anfang der 70er Jahre unter Willy Brandt Wissenschaftsminister war. Damals begann die große Bildungsexpansion. Doch heute findet Dohnany, inzwischen gebe es zu viele Studenten - auch in Deutschland. Wenn es für akademische Berufe keine Arbeitsplätze gebe, laufe da etwas falsch. In der "Süddeutschen Zeitung" bedauert er, dass nur wenige Abiturienten Handwerker würden. Man müsse den Leuten wieder beibringen, dass ein handwerklicher Beruf kein Abstieg sei.
Dohnanyi ist außerdem der Meinung, dass wir mehr Ingenieure und weniger Geisteswissenschaftler brauchen. Aus seiner Sicht ist der Andrang auf die geisteswissenschaftlichen Fächer so groß, weil sie einfacher seien als naturwissenschaftliche.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)