28. Oktober 2013

Filmemacherin Esch: Israelkritik bietet Fläche für Antisemitismus

"Israelkritik bietet die ideale Fläche für Antisemitismus."

Zu diesem Schluss ist Kirsten Esch gekommen. Sie ist Mit-Autorin des Films "Antisemitismus heute - wie judenfeindlich ist Deutschland?", der heute abend im Ersten läuft.

Esch erklärte im Deutschlandfunk, wenn in Israel einmal wieder etwas passiere, würden jüdische Organisationen in Deutschland mit E-Mails überschwemmt. Einige müssten ihre Internet-Portale schließen. Unter den Verfassern seien besonders viele Doktoren und Professoren. Die zeigten aus Eschs Sicht ein obsessives Verhalten.

Die Linguistin Monika Schwarz-Friesel habe 14.000 dieser E-Mail untersucht. Es fänden sich darin viele sehr alte Stereotype über die Juden.

Israelkritik sei der neue Weg, über den sich Antisemitimus heute einen Weg bahnen kann. Sowohl die Mitte der Gesellschaft verbinde die Kritik mit Klischees, als auch Rechtsextreme und Muslime.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)