28. Oktober 2013
Der Tod eines Mädchens im Jemen hat für viel Aufsehen gesorgt. Die Achtjährige war von ihrem Ehemann vergewaltigt worden.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch fordert jetzt ein Verbot der Kinderheirat, das in der neuen Verfassung festgeschrieben werden soll. Tausende Mädchen seien jedes Jahr betroffen, ihnen würden verheerende körperliche und seelische Schäden zugefügt.
Das kleine Mädchen war vor einem Monat mit einem vierzigjährigen Mann verheiratet worden. In der Hochzeitsnacht vergewaltigte er das Kind, es starb an den Verletzungen. Zwar hat die Regierung angeordnet, den Fall zu untersuchen. In der Regel müssen jemenitische Männer aber nicht mit einer Strafe rechnen: Für die Heirat gibt es keine Altersgrenze. Sex vor der Pubertät ist zwar illegal, wird aber nicht bestraft.
Nach Informationen der Vereinten Nationen werden 14 Prozent der Mädchen im Land vor ihrem fünfzehnten Geburtstag verheiratet. Viele arme Familien lassen sich darauf ein, um Geld zu sparen und das Brautgeld zu bekommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)