29. Oktober 2013

Brasilien will billige Impfstoffe für arme Länder produzieren

Indien, die "Apotheke der Welt", bekommt Gesellschaft.

Brasiliens Regierung hat angekündigt, künftig Impfstoffe zu Billigpreisen herzustellen. Ab 2017 sollen 30 Millionen Dosen des Kombinations-Impfstoffs gegen Masern und Röteln produziert und in arme Länder exportiert werden - vor allem nach Afrika. Eine Impfstoff-Dosis soll umgerechnet nur 39 Euro-Cent kosten - das ist der weltweit niedrigste Preis. Das Geld für das Projekt stammt zu größten Teil von der "Bill & Melinda Gates"-Stiftung, aber auch die brasilianische Regierung schießt eine halbe Milliarde Euro für den Bau einer Fabrik zu.

Masern sind laut WHO eine der ansteckendsten menschlichen Krankheiten. Röteln gefährden vor allem ungeborene Kinder, wenn ihre Mütter krank werden. Vor der Einführung der Impfung starben pro Jahr geschätzt zwei Millionen Menschen an den Masern. Inzwischen sind die Zahlen gesunken. Aber 2010 starben noch immer fast 140.000 Kinder pro Jahr. Die WHO will bis 2015 90 Prozent aller Kinder gegen Masern impfen lassen. Langfristig soll die Krankheit komplett ausgerottet werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)