29. Oktober 2013
Entwicklungshelfer, die für die GIZ arbeiten, konnten sich bisher davor drücken, Steuern zu zahlen. Denn: Ihr Wohnsitz ist nicht Deutschland, sondern ihr Einsatzland.
In Deutschland mussten sie nicht zahlen. In ihrem Einsatzland werden ausländische Helfer aber auch nicht besteuert. So verdient ein Entwicklungshelfer manchmal mehr als ein deutscher Botschafter.
Wie das "Handelsblatt" schreibt, soll es mit dieser Praxis bald vorbei sein. Ab Januar sollen Entwicklungshelfer auch dann in Deutschland Einkommensteuer abführen, wenn sie zeitweise im Ausland sesshaft sind. Ihr Geld bekommen sie nämlich vom Staat - die GIZ ist staatseigen. Und Staatsgeld nicht zu versteuern - das wurde den Finanzbehörden wohl zu heikel. Laut "Handelsblatt" müssen 55 GIZ-Mitarbeiter viel Geld nachzahlen, für die anderen gilt die neue Steuerregel dann ab Januar.
GIZ steht für Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Es ist die Entwicklungshilfeorganisation der Regierung. Die GIZ liefert Hilfen, betreut Projekte, macht Studien und ist für Bildungsarbeit zuständig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)