29. Oktober 2013
Es sind nur ein paar winzige Fasern - doch sie sollen Aufschluss geben über die Mode an der Seidenstraße.
An der Uni Halle werden 3.000 Jahre alte Proben von Textilien aus China untersucht. Die Forscher wollen sich Material und Farbe anschauen, um herauszufinden, wie die Kleidung damals hergestellt wurde und welche Farben benutzt wurden. Die Wissenschaftler glauben, dass die Menschen an der Seidenstraße ziemlich bunt gekleidet waren, und dafür zum Beispiel blaue und rote Pflanzenfarbstoffe benutzt haben.
Rund 150 verschiedene Textilfäden liegen vor und ein paar kleine Lederstückchen. Sie stammen aus der Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas. Die Trockenheit dort hat die Stoffe konserviert.
Das Projekt in Halle ist Teil des Forschungsverbunds "Silk Road Fashion - Kleidung als Kommunikationsmittel im ersten Jahrtausend vor Christus in Ostzentralasien". Der Verbund wird von der Bundesregierung mit 1,3 Millionen Euro gefördert. Das Projekt läuft drei Jahre.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)