29. Oktober 2013

In Pakistan geht man auf Abstand zu Anti-Taliban-Ikone Malala

Im Ausland bekommt sie einen Ehrenpreis nach dem anderen, im eigenen Land geht man mittlerweile etwas auf Abstand.

Die pakistanische Schülerin Malala Yousufzai hat letztes Jahr nur knapp einen Anschlag der Taliban überlebt. Sie wurde angegriffen, weil sie sich öffentlich für die Rechte von Mädchen einsetzte. Die "Frankfurter Rundschau" schreibt, dass der Malala-Hype in Pakistan längst vorbei ist. Eigentlich hätte ihre ehemalige Schule nach ihr benannt werden sollen, dort hingen auch Plakate von ihr. Die seien mittlerweile aber alle abgehängt worden - aus Angst vor den Taliban. Laut der "Rundschau" traut sich kaum noch jemand, Malala in Pakistan für ihre Taten zu loben. Stattdessen werde sie zunehmend beschimpft - als Werkzeug des Westens.

Die pakistanische Polizei habe die Akte Malala längst geschlossen - ohne, dass der Täter verurteilt wurde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)