29. Oktober 2013
Hat eine Biene eine Futterquelle entdeckt, fliegt sie auf sie zu, bremst vorher vorsichtig ab und landet dann sanft auf der Blüte.
Aber wie koordiniert die Biene diesen Landeanflug und warum funktioniert er so gut? Forscher der schwedischen Lund Universität haben nun herausgefunden, nach welchen Kriterien die Biene ihre Geschwindigkeit anpasst. In Versuchen stellten sie fest: Die Insekten nutzen ihr Sichtfeld als Anhaltspunkt. Nähere man sich einem Gegenstand mit konstanter Geschwindigkeit, erklärten die Wissenschaftler, dann erweitere sich das Sichtfeld immer schneller. Die Bienen würden dagegen genau so viel langsamer, dass sich ihr Sichtfeld mit immer gleichbleibender Geschwindigkeit erweitere. So erreichen sie ihr Ziel fast im Stillstand. Laut den Forschern kann sich die Technik des Menschen daran ein Beispiel nehmen - denn Informationen über die eigene Geschwindigkeit und die Entfernung zum Ziel sind so nicht nötig. Die Experten wollen nun kleine Fluggeräte mit diesem System ausrüsten.
Die Forschungen sind im Fachmagazin PNAS erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)