29. Oktober 2013
Nach islamischem Recht ist es einem Muslim verboten, Zinsen zu nehmen.
Der "Daily Telegraph" berichtet, dass Großbritannien nun vom Islam erlaubte Anleihen ausgeben will. Das Land will so umgerechnet 234 Millionen Euro einnehmen. Diese sogenannten Sukuk sind Finanzgeschäfte, bei denen zwar keine verbotenen Zinsen gezahlt werden, die Anleger aber trotzdem einen Gewinn erhalten. London soll nach den Plänen von Regierungschef David Cameron neben Dubai zum Zentrum für islam-konforme Investitionen werden. Bisher gibt es bereits zwanzig Banken in Großbritannien, die islamische Finanzprodukte anbieten. Unter anderem das Olympische Dorf der Spiele im vergangenen Jahr wurde mit solchen Anleihen finanziert. Großbritannien ist laut "Telegraph" das erste nicht-islamische Land, das solche Papiere ausgibt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)