29. Oktober 2013

Gau-Gehirn ist gar nicht seins

Jahrzehntelang haben Forscher akribisch das Gehirn des Mathematikers Carl-Friedrich Gauß untersucht.

Der Haken an der Sache: Es ist gar nicht seins. Seit 1855 liegt das vermeintliche Gauß-Hirn an der Universität Göttingen in einem Glasbehälter. Doch Untersuchungen des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie haben nun gezeigt: Was man bisher für Gauß' Gehirn hielt, ist eigentlich das des Mediziners Conrad Heinrich Fuchs. Im Fachmagazin ["Brain" |http://brain.oxfordjournals.org/content/early/2013/10/26/brain.awt296.extract| heißt es, die Organe der beiden seien vermutlich kurz nach dem Tod der Wissenschaftler vertauscht worden.

Eine Neurowissenschaftlerin sei bei Forschungsarbeiten durch Zufall auf diesen Irrtum gestoßen. Demnach hat sie festgestellt, dass das vermeintliche Gauß-Hirn anders aussieht, als das auf Bildern aus den 1860er Jahren zu sehen ist.

Nach Aussage von Wissenschaftlern hat die Verwechslung wohl nicht zu falschen Veröffentlichungen geführt. Beide Gehirne seien anatomisch weitgehend unauffällig und in Größe und Gewicht ähnlich.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)