30. Oktober 2013
Zecken sind Brustschwimmer.
Zumindest bewegen sie sich so ähnlich. Das haben Forscher der Charité und der Harvard Universität herausgefunden. Sie untersuchten, wie genau sich Zecken in die Haut von Menschen bohren. Die Wissenschaftler beobachteten diesen Prozess mit Film- und Mikroskopaufnahmen. Das Team hatte Zecken der Art "Gemeiner Holzbock" auf den Ohren betäubter Mäuse abgesetzt. Die Forscher konnten sehen, dass die Zecken zuerst mit ihren Kieferklauen die Haut anritzten. Danach bohrten sie sich mit Bewegungen, die denen von Brustschwimmern ähneln, hinein und saugten sich fest.
Anders als oft vermutet ist es nach Angaben der Wissenschaftler nicht gefährlich, wenn beim Entfernen einer Zecke ein Stück in der Haut steckenbleibt. Es handele sich dabei um den mit Widerhaken versehenen Unterkiefer. Von dem geht den Forschern zufolge keine Gefahr aus, weil dort keine Krankheitserreger sind.
Über ihre Untersuchung berichten die Forscher im Fachjournal "Proceedings B". Hier gibt es ein außerdem ein Video der Forscher.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)