30. Oktober 2013
Unsere kleine Farm ist in diesem Fall ein Pilz.
Eine Forscherin aus der Schweiz hat herausgefunden, dass Morcheln sich Bakterien züchten - und sich offenbar am Ende davon ernähren. Bisher war so etwas bei Pilzen unbekannt.
Morcheln sind - wie andere Pilze auch - mehr als der Fruchtkörper, den wir von ihnen sehen. Sie durchziehen den Waldboden mit einem Geflecht. Forscher haben schon in anderen Studien ermittelt, dass dieses von Bakterien als Transportweg genutzt wird. Die Biologin konnte bei Bakterien festhalten, wie sie fünf Tage lang Nährstoffe aufnahmen. Danach aber nahm die Nährstoffkonzentration ab, stattdessen wuchs der Pilz. Die Morcheln nutzen also offenbar die Bakterien, um sich weiter auszubreiten.
Allerdings ist noch nicht geklärt, wie genau die Morcheln sich von den Bakterien ernähren.
Die Studie ist im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)