30. Oktober 2013

Hirnaktivität kontrolliert Beinprothesen

Beinprothesen lassen sich durch Gedanken steuern.

Forscher aus Chicago haben ein System entwickelt, mit dem Menschen, deren Bein oberhalb des Knies amputiert wurde, eine Prothese mit ihrer Hirnaktivität kontrollieren können. Darüber berichtet die "Technology Review" . Wissenschaftler hatten schon vor einigen Jahren festgestellt, dass ein Mensch Muskelbewegungen im Oberschenkel auslöst, wenn er nur daran denkt, seine Zehen zu bewegen. Und das auch, wenn sein Bein schon länger amputiert ist. Das Forscherteam aus Chicago befestigte jetzt Elektroden in der Prothesenschale eines motorisierten Beins und verband sie mit dem Restgewebe.

Laut den Wissenschaftlern sollen Patienten nur eine kurze Eingewöhnungszeit brauchen und müssen sich danach nicht mehr gedanklich anstrengen, um zu gehen. Bis die Technik auf dem Markt komme, werde es aber noch drei bis fünf Jahre dauern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)