30. Oktober 2013

Warme Winter lassen Bäume länger kahl

Der Winter dauert länger, wenn er gar nicht richtig da war - das gilt zumindest für Bäume und Sträucher in Wäldern Mitteleuropas.

Sie bleiben länger kahl, wenn der Winter zu warm war. Geoökologen der TU München hatten mit Zweigen verschiedener Bäume in Klimakammern experimentiert. Das Ergebnis: War es nicht kalt genug, kamen die neuen Blätter später. Die Forscher schließen daraus, dass Bäume ihr Wachstum mehr an den Temperaturen orientieren als am Licht. Demzufolge muss es vorher richtig kalt gewesen sein, damit sich die Pflanzen auf Frühling einstellen. Bisher herrscht die Meinung vor, dass im Fühling die Triebe sprießen, weil die Tage länger werden.

Möglicherweise nutzt das den Pflanzen, die zum Beispiel in Deutschland eingeschleppt wurden. Sie haben nicht den Jahreszeitenrhythmus der einheimischen Pflanzen. War es nicht kalt genug, können sie früher ihre Blätter ausbilden - und nehmen am Ende Eiche und Buche das Licht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)