30. Oktober 2013
Die Wikinger waren offenbar doch ehrlicher als gedacht.
Das haben neue Untersuchungen am Oseberg-Schiff ergeben. Dieses ist der bis jetzt spektakulärste Fund aus der Wikingerzeit und wurde 1904 am westlichen Ufer des Oslofjords entdeckt. Unter anderem hatte es Textilien geladen. Bislang gingen die Wissenschaftler davon aus, dass die Stoffe bei Raubzügen in Klöstern auf den Britischen Inseln erbeutet wurden. Jetzt stellten Forscher der Universität Oslo fest: Es handelt sich um Seide aus Persien. Auch an anderen Orten im Norden fanden sie Überreste von Stoffen aus dem Orient. Der Handel nach Osten sei also viel umfassender als bisher vermutet.
Als Beginn der Wikingerzeit gilt der Überfall auf das englische Kloster Lindisfarne im Jahr 793 nach Christus mit den anschließenden Raub- und Eroberungszügen gen Westen. Weniger bekannt ist bei uns dagegen, dass die Wikinger auch mit Schiffen zum Schwarzen Meer fuhren und dort weniger als Räuber auftraten, sondern Handel trieben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)