30. Oktober 2013
Im Sommer geht die Sonne hoch im Norden zwei Monate lang nicht unter, im Winter genauso lange nicht auf.
Die Augen der Rentiere sind genau darauf programmiert und passen sich diesen extremen Verhältnissen an. Das haben Forscher aus Tromsø und London herausgefunden. Studien mit Rentieren aus der norwegischen Provinz Troms zeigten: Im Sommer reflektieren die Rentieraugen das Licht, im Winter streuen sie es auf der Netzhaut. Im Winter steigt dadurch die Lichtempfindlichkeit und die Rentiere sehen auch noch, wenn es komplett dunkel ist.
Dadurch ändert sich auch die Augenfarbe der Tiere. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Schicht hinter der Netzhaut im Sommer golden leuchtet und im Winter dunkelblau.
Die Forscher veröffentlichten ihre Studien in der Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)