30. Oktober 2013

Studie belegt: Computerspielen kann bestimmte Hirnregionen trainieren

Eine gute Nachricht für alle begeisterten Computerspieler.

Zocken ist tatsächlich gut für das Gehirn. Bisher vermuteten Wissenschaftler nur, dass Computerspiele Dinge wie räumliche Orientierung oder Feinmotorik verbessern. Jetzt haben Max-Planck-Forscher es im Gehirn nachgewiesen. Sie ließen eine Gruppe Erwachsene über zwei Monate hinweg das 3D-Jump-and-Run-Spiel "Super Mario 64" spielen, eine Kontrollgruppe machte das nicht. Dann kamen die Probanden in den Computertomographen. Dabei zeigte sich, dass die graue Substanz in einigen Bereichen größer wurde - diese Hirnareale sind für Gedächtnis, räumliche Orientierung, strategisches Denken und die Hände-Feinmotorik verantwortlich. Je mehr Spaß die Probanden beim Computerspielen hatten, desto ausgeprägter waren die Veränderungen.

Für die Studienleiterin ist damit belegt, dass sich bestimmte Hirnregionen durch Videospielen trainieren lassen. Das könnte nützlich für Therapien sein, zum Beispiel bei Alzheimer, aber auch bei psychischen Störungen. Es läuft bereits eine Studie mit Patienten, die an Posttraumatischer Belastungsstörung leiden.

Die "Super Mario 64"-Studie ist im Fachjournal "Molecular Psychiatry" veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)