30. Oktober 2013

Bundes-Studie: Windkraftanlagen im Meer sind gut für Fische

Im Zuge der Energiewende will die Bundesregierung im Meer viele neue Windparks bauen.

Mehr als 30 sind genehmigt, einige gibt es auch schon. Die Regierung hat jetzt untersuchen lassen, wie sich die Offshore-Anlagen auf die Umwelt auswirken. Das Bundesamt für Schifffahrt, das für Umweltfragen zuständig ist, kommt zu dem Schluss, dass die Windparks für Meerestiere nicht schädlich, sondern sogar gut sind. Die Fundamente der Windräder seien künstliche Riffe und dort könnten sich Muscheln, Seesterne und bestimmte Fischarten ansiedeln. Auch für größere Meerestiere wie den streng geschützten Schweinswal sind die Anlagen der Studie zufolge keine Gefahr. Ihnen sei es nur zu laut, wenn die Windparks gerade gebaut würden. Gut für die Fische sei auch, dass rund um die Anlagen keine Netze mehr ausgelegt würden - die Zahl der Fischarten sei deswegen gestiegen.

Problematisch sind die Windräder aber für Vögel - sie können mit ihnen zusammenstoßen. Die Studie meint, die Gefahr sei aber lange nicht so groß wie befürchtet. Schwierig sei es nur, wenn das Wetter schlecht sei.

Für die Studie wurde die Situation rund um den 2010 gebauten Windpark "Alpha Ventus" vor der Nordseeinsel Borkum untersucht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)