30. Oktober 2013
Mit dem Rauchen aufhören ist schwer - das wissen viele Raucher nur zu gut.
Aber ob sie auch Medikamente schlucken würden, damit sie Erfolg haben? Mediziner der Universität Göteborg arbeiten jedenfalls gerade daran, eine Hormontherapie gegen das Rauchen zu entwickeln. Konkret geht es um ein Hormon, das eine wichtige Rolle im Zuckerstoffwechsel spielt. Außerdem regt es das Belohnungssystem im Gehirn an. Genau das wollen sich die Forscher zu Nutze machen. Sie glauben, wenn man die Rezeptoren für das Hormon blockieren würde, hätten Raucher nach einer Zigarette kein Gefühl der Befriedigung mehr - und deshalb auch nicht den Wunsch, weiter zu Rauchen.
Blockieren lassen sich die Rezeptoren mit einem bestimmten Wirkstoff, der in der Behandlung von Diabetikern eingesetzt wird. In Versuchen mit Mäusen hat das schon mal funktioniert. Die Wissenschaftler hoffen nun, dass langfristig neue Medikamente entwickelt werden können, die aufhörwilligen Rauchern helfen könnten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)