31. Oktober 2013
Früher haben die Menschen zwar mehr gearbeitet, aber anders.
Sie hatten eine Rhythmus von Innehalten und Betriebsamkeit. Das erklärte der Psychologe Stephan Grünewald der "taz". Es sei nötig, im Arbeitsleben auch mal ein Schwätzchen zu halten, Gedanken schweifen zu lassen und Pausen zu machen. Er bezeichnet das als "mentales Durchlüften". Grünewald sagte, dass wir dadurch insgesamt produktiver wären. Dagegen würde uns ein pausenloses Arbeiten aufreiben und zu psychischen Krankheiten führen. Wer mehr als 40 Stunden arbeite, sollte eigentlich mit Gehaltsabzug bestraft werden. Denn er betreibe Raubbau am eigenen Körper und vor allem an seiner Kreativität. Früher sei Deutschland das Land der Dichter, Träumer und Querdenker gewesen. Heute lebten wir in einem Land von Bürokraten und Workoholics.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)