31. Oktober 2013
Wenn der Körper selbst keine Antikörper produziert, dann stellt man eben welche im Labor her.
Mit dieser Strategie wollen US-Forscher im Kampf gegen HIV einen Schritt weiter gekommen sein. Sie schreiben im Fachmagazin "Nature", dass sie so die Anzahl der HI-Viren bei Affen drastisch senken konnten. Dazu produzierten sie eine besondere Art von Antikörpern, die so nicht im Blut zirkuliert. Die Antikörper zerstörten auch Viren, die sich in Körperzellen versteckt hatten. Das können Medikamente für den Menschen bisher nicht. Es ist nicht das erste Mal, dass Wissenschaftler versuchen, dem Virus mit künstlichen Antikörpern zu Leibe zu rücken - im Laufe der Zeit sind sie aber immer wirksamer geworden.
Mit der Methode lässt sich HIV zwar nicht heilen, aber laut den Forschern deutlich wirksamer eindämmen als mit der bisherigen Behandlung. Dazu muss aber erst einmal gezeigt werden, dass sie auch beim Menschen funktioniert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)