31. Oktober 2013
Wenn ein menschlicher Körper tot ist, wird er eigentlich erst lebendig.
Das fanden Forscher aus Houston und haben sich den Bakterien gewidmet, die Leichen zersetzen. Bisher wurde nach Meinung der Wissenschaftler ein großer Teil der Lebensvielfalt auf Kadavern ignoriert: Um Bakterien zu identifizieren, werden üblicherweise Proben genommen und die Bakterien dann im Labor angezüchtet. Die Mehrzahl von ihnen lässt sich laut den Forschern aber gar nicht nachzüchten. Deshalb haben die Wissenschaftler eine andere Methode gewählt. Bei zwei menschlichen Leichen haben sie in allen Körperteilen und in allen Stadien der Verwesung DNA-Proben genommen und sequenziert.
So ist der angeblich erste vorläufige Katalog entstanden, der Bakterien im Innern von Leichen bei beginnender und fortgeschrittener Zersetzung auflistet. Das könne auch der Forensik helfen, zum Beispiel, wenn man den Todeszeitpunkt bestimmen will.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)