1. November 2013

Französischer Rundfunk: Präsident darf die Chefs nicht mehr selbst bestimmen

Frankreichs Präsident hat nicht mehr das letzte Wort, zumindest beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Das französische Parlament hat ein Gesetz zur Unabhängigkeit des Rundfunks geändert. Dadurch ernennt der Präsident künftig nicht mehr die Chefs von Radio France, der Fernsehanstalt France Télévisions und der für Auslandsprogramme zuständigen France Médias Monde.

Der ehemalige Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte das Sonderrecht bei Personalfragen eingeführt. Nun geht es wieder auf die Regulierungsbehörde CSA zurück. Der Gesetzentwurf wurde mit dem Stimmen der linken Parlamentsmehrheit verabschiedet. Die Konservativen kritisierten, dadurch würden die Nominierungen weniger transparent, aber keineswegs weniger politisch.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)