1. November 2013

Wachkomapatient reagiert auf Wortfolge

Menschen im Wachkoma können sich nicht bewusst bewegen und daher auch nicht mit ihrer Umwelt kommunizieren.

Die allermeisten kriegen das nicht mehr mit - sie haben ohnehin ihr Bewusstsein verloren, durch einen Unfall oder zum Beispiel einen Herzinfarkt. Manche nehmen ihre Umgebung aber noch bewusst wahr. Einen Beleg dafür liefern jetzt Forscher der britischen Uni Cambridge. Sie haben 21 Wachkoma-Patienten und mehreren gesunden Menschen Wortreihen vorgespielt. Aufgabe war es, zu zählen, wie oft darin die Wörter "Ja" oder "Nein" vorkommen.

Beim Vergleich der kranken und gesunden Teilnehmer zeigte sich: Einer der Wachkomapatienten hatte Hirnströme, die sich nicht von den gesunden Probanden unterscheiden ließen. Die Forscher schlussfolgern: Der Mann konnte sich also auf das Gehörte konzentrieren. Sie hoffen daher auf neue Möglichkeiten für Wachkomapatienten, mit ihrer Umwelt in Kontakt zu treten.

Die Forschergruppe hatte schon vor mehreren Jahren nachgewiesen, dass sich die Hirnaktivität von Menschen im Wachkoma unterscheidet, wenn sie "Ja" oder "Nein" denken.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)