1. November 2013

BBC: Warum Hollywood sich so selten an Geschichten über AIDS herantraut

Das Kinopublikum mag sich nicht mit AIDS beschäftigen.

So fasst die britische "BBC" die langjährige Meinung von Filmemachern zusammen, wegen der Hollywood gerne einen Bogen um das Thema macht. Seit 20 Jahren spielt zum ersten Mal wieder ein bekannter Schauspieler aus den USA einen HIV-Positiven. Diesmal ist es Matthew McConaghey als infizierter Cowboy in dem Film "Dallas Buyers Club" - 1993 war es Tom Hanks als erkrankter Rechtsanwalt in "Philadelphia".

Der AIDS-Aktivist Peter Staley erklärt dem Sender, viele Menschen sähen die Krankheit als deprimierende Angelegenheit. In jeder Geschichte werde daher versucht, das Thema eher nebenbei unterzubringen. Es habe zehn Jahre gedauert, bis sich Hollywood überhaupt an AIDS wagte. Das Virus war immerhin schon in den 80er Jahren in der New Yorker Schwulenszene aufgetaucht und publik geworden. Staley meint aber: Viele Kinobesucher seien durchaus interessiert an radikaleren Geschichten zu der Krankheit.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)