1. November 2013
HIV-Infizierte, die nicht in Behandlung sind oder nichts von ihrer Erkrankung wissen, geben das Virus am ehesten weiter.
Das Risiko ist besonders hoch, wenn sie sich frisch infiziert haben, weil sich das Virus dann noch rasant im Körper ausbreitet. Um dieses Risiko zu minimieren, sollen Ärzte standardmäßig einen HIV-Test durchführen, wenn sie Patienten mit sexuell übertragbaren Krankheiten behandeln. Das fordert der Leiter des Fachbereich HIV/Aids beim Robert-Koch-Institut, Osama Hamoudi. Das gelte zum Beispiel, wenn Patienten mit Syphilis, Gonorrhoe oder Chlamydieninfektion zum Arzt kämen. Grund ist, dass sexuelle Infektionen häufig gemeinsam übertragen werden, beziehungsweise eine Aids-Übertragung sogar erleichtern können.
Wenn Ärzte bei solchen Infektionen also standardmäßig auf HIV testen würden, könnte die Ansteckungsgefahr gesenkt werden. Hamoudi plädiert außerdem dafür, dass auch umgedreht getestet werden soll - also bei einer AIDS-Erkrankung auf andere sexuell-übertragbare Infektionen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)