1. November 2013

US-Provider stellen sich gegen Abmahn-Industrie

Abmahnungen im Internet können für Betroffene sehr kostspielig sein - häufig handelt es sich dabei aber auch schlicht um Abzocke.

In den USA wollen mehrere große Internetprovider deshalb vor Gericht durchsetzen, dass sie keine Daten mehr an Abmahnfirmen herausgeben müssen. "heise online" berichtet, dass sie sich damit gegen die Entscheidung eines Richters wehren. Der hatte angeordnet, dass sie über 1.000 Namen und Adressen herausgeben sollten, die zu IP-Adressen gehörten, denen Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen wurden. Die Provider glauben aber, dass die Abmahnfirmen Urheberrechtsverletzungen nicht unterbinden wollen, sondern lediglich Geld damit verdienten. Die Abmahnfirmen wüssten, dass sie nicht klagen würden, sondern seien auf teure Vergleiche aus.

Außerdem sagen die Provider, dass nicht unbedingt der behauptete Zusammenhang zwischen IP-Adresse und einem Kundendatensatz bestehen muss. Die Abmahnungen würden also häufig die Falschen treffen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)