4. November 2013
In unserer Serie Apotheke aus dem Meer" geht es heute um Meeresschwämme, denn die werden auch in der Medizin genutzt.
Sie verfügen über Stoffe, die sie zu echten Apothekerschränken der Natur machen. Denn über Millionen Jahre hinweg haben die Schwämme viele chemische Abwehrmechanismen gegen ihre natürlichen Feinde entwickelt. Eine Familie von Meeresschwämmen sondert zum Beispiel den Stoff Neopeltolid ab: Und der hemmt das Wachstum von Krebszellen. Tests dazu laufen allerdings bisher nur im Labor.Chemisch gesehen gehört Neopeltolid übrigens zur Stoffklasse der Makrolide, das sind antibiotische Arzneimittel, mit denen bakterielle Infektionskrankheiten behandelt werden. Sie verfügen über eine lange Wirkzeit, haben kaum Nebenwirkungen und können in allen Altersgruppen eingesetzt werden. Daher gehören sie zu den am häufigsten verabreichten Antibiotika überhaupt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)