4. November 2013
Immer wieder tauchen Gemälde auf, die im Zweiten Weltkrieg verschwunden waren - aber nicht 1.500 auf einmal.
Einen solchen Kunstschatz hat der Zoll in Bayern beschlagnahmt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus". Darunter seien Gemälde von Paoblo Picasso, Henri Matisse, Marc Chagall, Emil Nolde und Paul Klee. Dem "Focus" zufolge hatten Nationalsozialisten die Werke als "entartet" eingestuft und sie jüdischen Kunstsammlern geraubt. In den 30er und 40er Jahren seien die Bilder dann von einem Kunsthändler aufgekauft worden. Die Familie behauptete, alle Werke seien nach einem Bombenangriff verbrannt. Tatsächlich hortete der Sohn des Kunsthändlers die Sammlung mehr als 50 Jahre lang in seiner Münchener Wohnung. Er verkaufte nach und nach einzelne Werke und lebte von dem Erlös. Die Fahnder berichteten, die Gemälde, Drucke und Radierungen hätten zwischen jahrzehntealten Konserven und vergammelten Lebensmitteln gestanden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)