4. November 2013
HIV und AIDS lassen sich nicht nur durch noch bessere Medikamente aufhalten.
Vor allem müsse man daran arbeiten, die Prävention in bestimmten sozialen Gruppen zu verbessern. Das sagte der frühere Chef des UNAIDS-Programms, Michael Sidibé, der Nachrichtenagentur Reuters. Im Interview spricht er von außergewöhnlichen Fortschritten im Kampf gegen die Krankheit. Deshalb dürfe man aber nicht zu optimistisch sein.
Denn Sidibé sieht das Risiko, dass das Virus wie zu Beginn seines Auftauchens wieder zu einer Krankheit wird, die nur bestimmte Menschen betrifft. Zu den Risikogruppen gehören Drogenabhängige, Prostituierte und schwule und bisexuelle Männer. Wenn HIV aber nicht mehr alle Menschen betreffe, dann könnte Sidibé zufolge auch der politische Wille schwinden, etwas gegen die Epidemie zu tun.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)