4. November 2013
Es klingt nach Zukunftsmusik, ist aber offenbar gar nicht mehr so weit weg - Leuchttapeten, flimmernde Plakate und Solarzellen zum Ausdrucken.
Forscher am Fraunhofer-Institut in Potsdam haben dazu ein neues Verfahren entwickelt. Das ermöglicht es, Leuchtdioden mit einem Drucker herzustellen. Organische Leuchtdioden, auch OLEDs genannt, gelten als Leuchtmittel der Zukunft - wegen ihres geringen Stromverbrauchs und der hohen Leuchtkraft. Bisher werden OLEDs vor allem in kleinen Displays etwa bei Handys eingesetzt.
Für das neue Druck-Verfahren benutzen die Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut eine Lösung leuchtender organischer bzw. absorbierender Moleküle, die sie Schicht für Schicht auf eine Trägerfolie drucken. Das geschieht so gleichmäßig, dass eine makellose Leuchtschicht entsteht. Bisher musste das per Aufdampfen im Hochvakuum geschehen, was den Prozess sehr teuer gemacht hat.
Das neue Verfahren ist wesentlich günstiger und könnte bei elektronischen Plakaten, Werbung oder auch bei Verkehrsschildern und -leitsystemen zum Einsatz kommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)