5. November 2013
Im Rückspiegel geht es heute um die Geschichte der Autobahn in Deutschland.
Heute vor 75 Jahren wurde die Strecke zwischen Berlin und München eröffnet, heute die A9. Sie war die erste Autobahn, die in ihrer Gesamtstrecke fertig wurde und überregional von Bedeutung war.
Die erste "Reichsautobahn" war ein Propagandaprojekt der Nationalsozialisten. Sie hatten sich daran gemacht, ein Autobahnnetz zu bauen. Die meisten Pläne dafür stammten allerdings aus der Weimarer Republik. Bis in den Zweiten Weltkrieg hinein wurden rund 3.800 Kilometer Autobahn gebaut. Das Netz in Deutschland ist heute knapp 13.000 Kilometer lang.
Die Autobahnen werden von manchen dafür genutzt, um die Diktatur Hitlers in ein gutes Licht zu stellen. Dabei kam weder die Idee für die Autobahnen von den Nazis, noch half sie den Menschen jener Zeit. Der Autobahnbau sorgte für verhältnismäßig wenig neue Jobs, dafür kamen Autobahn-Gegner ins KZ und später mussten auch Zwangsarbeiter auf den Baustellen schuften. Außerdem waren die neuen Straßen Reichen vorbehalten - ein Auto konnte sich damals kaum jemand leisten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)