5. November 2013

Wortschatz: Darum heißt es Minister

Bei unserem Tagesthema geht es heute um den Internetminister.

Deswegen haben wir die Herkunft von "Minister" im Wörterbuch nachgeschlagen. Die deutsche Sprache hat den Begriff im 17. Jahrhundert aus dem Französischen übernommen, dort gab es den "ministre". Aber der "Minister" tauchte auch schon im 15. Jahrhundert in deutschen Texten als Lehnwort auf. Ursprünglich geht es auf das Lateinische zurück. Dort stammt es vermutlich vom Wort "minor, minus" ab, was "kleiner" heißt - der Minister war also ursprünglich ein "Untergebener" oder "Diener/Gehilfe". Als politischer Begriff wurde darunter dann der "Staatsdiener" verstanden.

Aus linguistischer Sicht wäre es übrigens sehr passend, wenn es künftig einen Minister geben würde, der sich um Internet und Computerdinge kümmern würde. Denn der "Administrator" gehört ebenfalls zum Wortfeld "Minister". "administrieren" lässt sich übersetzen als "verwalten".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)