5. November 2013
In der Verbotenen Stadt in Chinas Hauptstadt Peking liegt eine riesige verzierte Steinplatte, die 123 Tonnen schwer ist.
Sie wurde vor 600 Jahren dort hingebracht und 70 Kilometer weit transportiert. Wie die Arbeiter das gemacht haben, ist überliefert: Als es kalt war, schütteten sie Wasser auf die Straße, warteten, bis sich Eis bildete, und dann zogen sie den schweren Stein auf einem Schlitten über das neue, noch nasse Eis bis ans Ziel.
Chinesische Ingenieure haben jetzt untersucht, ob diese Art des Transports wirklich die beste war. Man hätte den Stein ja auch auf Rädern und über trockenen Boden ziehen können. In der Fachzeitschrift "PNAS" meinen die Forscher, das Eis sei tatsächlich die beste Lösung gewesen. Ein Wagen mit Rädern hätte den Stein nicht ausgehalten und um einen Schlitten über trockenen Boden zu ziehen, hätte man statt 46 Arbeitern mehr als 1.500 gebraucht.
In einigen Regionen Chinas wird der Transport auf einer Eisschicht immer noch angewendet. Im Februar wurde so ein Gebäude transportiert, das 1.200 Tonnen wiegt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)