5. November 2013
Musik-Streaming-Dienste sind toll - vor allem für die Dienste und die Musikunternehmen.
Sie werden sich wohl eine goldene Nase daran verdienen, schreibt der Musiker und Ex-Talking-Head-Sänger David Byrne in einem Beitrag für die "Süddeutsche Zeitung". Für die Künstler aber blieben nur die Krümel übrig.
Dienste wie Spotify bieten Millionen Musiktitel per Monatsabo an. Laut Byrne hätten aber selbst Daft Punk mit ihrem aktuellen Sommer-Hit "Get Lucky" nicht genügend Streams erzielt, um allein davon leben zu können. Denn die Summe, die pro Abruf bezahlt würde, sei winzig. Und von dieser winzigen Summe tröpfelten maximal 20 Prozent an die Künstler.
Byrne schreibt, Fans sollten sich nicht wundern, wenn die Musiker ihrer Lieblingsbands ihre Jobs hinschmeißen, weil sie kein Geld verdienen. Das Internet sauge letztlich die kreativen Inhalte aus der Welt - bis nichts mehr übrig sei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)