5. November 2013
Indien wäre gern die Nummer 4 der Länder, die ein Raumschiff zum Mars geschickt haben.
Jetzt ist die Raumkapsel "Mangalyaan" zu der mehr als 780 Millionen Kilometer weiten Reise gestartet. Laut der indischen Raumfahrtagentur ist es die größte Herausforderung, das Fahrzeug präzise zum Mars zu steuern. Nächsten September soll es dort ankommen, wenn auch nicht landen. Bisher haben die USA, Russland und Europa eine solche Mission erfolgreich absolviert - Indiens asiatische Konkurrenten Japan und China noch nicht.
Aus wissenschaftlicher Sicht soll die Sonde unter anderem herausfinden, ob es in der Mars-Atmosphäre Methan gibt - das ist auf der Erde eine wichtige Zutat für Leben. Das spielt aber eher eine Nebenrolle, denn vor allem will Indien beweisen, dass es technologisch in der Lage ist, den Mars zu erreichen. Vor fünf Jahren landete bereits eine Sonde auf dem Mond.
Indien gibt insgesamt rund eine Milliarde US-Dollar für sein Raumfahrtprogramm aus. Kritiker finden, das Geld wäre besser beim Kampf gegen Armut und Hunger aufgehoben. Die indische Regierung argumentiert, das Programm schaffe hochqualifizierte Jobs. Außerdem sind die Kosten der aktuellen Mission niedrig im Vergleich zu dem, was etwa die USA planen. Auch die Nasa will noch diesen Monat eine Sonde zum Mars schicken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)