6. November 2013
Im Rückspiegel geht es um Mahatma Gandhi - allerdings nicht um seine Rolle als Unabhängigkeitskämpfer für Indien, sondern als Streiter gegen die Rassentrennung in Südafrika.
Heute vor 100 Jahren führte er einen Protestmarsch an, mit dem sich Inder in Südafrika gegen Diskriminierung wehrten. Am Ende waren sie erfolgreich: Inder in Südafrika bekamen mehr Rechte.
Mahatma Gandhi hatte den Rassismus in Südafrika das erste Mal am eigenen Leib erfahren, als er Ende des 19. Jahrhunderts als Anwalt dorthin ging. Er galt als dunkelhäutig und wurde ähnlich abschätzig behandelt wie Schwarze.
In den Jahren darauf organisierte er gewaltlosen Protest und zivilen Ungehorsam gegen Gesetze, die die indische Minderheit in Südafrika benachteiligten. Für sie galten zum Beispiel besondere Melderegeln und ihre Ehen wurden nicht anerkannt. Die Proteste hatten das Ziel, die britischen Kolonialherren zu überfordern - zum Beispiel, indem Massenverhaftungen provoziert wurden. Der Protestmarsch am 6. November 1913 trug maßgeblich dazu bei, dass die Machthaber am Ende zu viel bekamen und nachgaben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)