6. November 2013

Forscher warnen vor starkem Anstieg von ADHS-Diagnosen

Ob ein Kind an der Aufmerksamkeitsstörung ADHS leidet oder nicht, das entscheiden Ärzte anhand von festgelegten Kriterien.

Die sind nach Ansicht von einigen Wissenschaftlern in den vergangenen Jahren so aufgeweicht worden, dass viele Kinder falsch diagnostiziert würden. Im British Medical Journal schreiben sie, dass die Diagnose ADHS immer öfter gestellt und damit auch immer mehr Medikamente verschrieben würden - eben auch zu unrecht. In Australien habe es in den letzten Jahren einen Anstieg von mehr als 70 Prozent gegeben, in Großbritannien und den Niederlanden hätten sich die Zahlen sogar verdoppelt. Die Medikamente gegen ADHS sind umstritten, sie sollen zum Beispiel zu Depressionen und Wachstumsstörungen führen.

Kritiker der Studie führen den Anstieg darauf zurück, dass Ärzte wachsamer geworden seien und die Störung öfter entdeckt werde - und das sei zum Vorteil der Kinder.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)