6. November 2013
In Mainz kann man jetzt einem Römer aus der Zeit um Christi Geburt in die Augen schauen.
Wissenschaftler haben dafür einen alten Schädel mit kriminaltechnologischen Methoden aufgearbeitet und das Gesicht rekonstruiert. Der Schädel war vor rund zehn Jahren bei einer Ausgrabung in Andernach gefunden worden. Archäologen gehen davon aus, dass es sich um die Überreste eines römischen Legionärs handelt, der bei einem Feldzug ums Leben kam.
Bei den Kelten in der Region war es laut den Archäologen üblich, Feinden die Köpfe abzuschlagen und sie als Trophäe zu Hause an die Wand zu hängen. Diese zweifelhafte Ehre hatte wohl auch der Römer. Im Schädel gibt es nämlich ein Nagelloch am Hinterkopf.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)